Wandernde-Transpi-Chaoten (WTC) auf Tour

+++Studierende fordern freie Bildung in ganz Europa+++Wandertransparent FREE UNI am Hauptgebäude der Universität Bonn+++Proteste zu den Bologna-Feierlichkeiten in Wien angekündigt


Free Uni“ – Mit der Anbringung eines Riesentransparentes auf dem Balkon des Hauptgebäudes der Universität Bonn machten europäische Studierende auf die internationale Dimension der Bildungs-Misere aufmerksam.

Angefangen hat die Reise in Salzburg, wovon aus der Weg über Wien, München, Heidelberg, Tübingen, Potsdam und Berlin nach Bonn führte. Doch hier ist nicht Endstation. Als nächstes wird es in Utrecht und in weiteren bis vor kurzem besetzten niederländischen Unis zu sehen sein. Pünktlich zum Internationalen Vernetzungstreffen wird es am Donnerstag in Paris eintreffen. Dort wird am Tag darauf das erste offizielle Vorbereitungstreffen für den Europäischen Bildungskonkress am 1.- 6.6.10 in Bochum[1] stattfinden.

Jedoch konnten an der Uni Bonn nicht alle Teile des Transpartents aufgehangen werden, weil der Balkon auf der Hofgartenseite schlichtweg zu klein war. Die dreiteilige Stoffbahn wurde unlängst durch ein Ankündigungstransparent erweitert. Zur 10-jährigen Jubiläumsfeier des Bologna-Prozesses werden in Wien 46 MinisterInnen erwartet, die sich gegenseitig auf die Schulter klopfen wollen. Das es dazu überhaupt keinen Anlass gibt, haben die anhaltenden Bildungsproteste bewiesen. Vom 11. bis 14. März wird es deshalb in Wien einen „Gegengipfel“[2] geben, zudem auf diesem Wege herzlich eingeladen wird.

Ein Student von ,,Unibrennt Wien“ ergänzt: „Idee des Internationalen Transparents ist es freien Unizugang in ganz Europa zu etablieren. Die Forderung FREE UNI ist daher eine allgemeine gesellschaftspolitische Forderung“.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle der Wandernden-Transpi-Chaoten (WTC). Erreichbar unter: wtchaoten@gmail.com

[1]www.educationcongress.eu

[2]www.bolognaburns.org

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Besetzungen in den Niederlanden

Aktivist_Innen haben in Utrecht, Amsterdam, Nijmegen und Rotterdam universitäre Räume besetzt. In weiteren Städten finden Aktionen und Demonstrationen statt.

Das Feuer lodert weiter! Die erste Februarwoche ist als Aktionswoche in den Niederlanden geplant.

http://studentenprotestutrecht.wordpress.com

http://www.studentendemonstratie.nl/

http://www.nu.nl/binnenland/2174591/studenten-protesteren-onderwijsplannen.html

http://www.telegraaf.nl/binnenland/5930141/__Studentenacties_breiden_zich_uit__.html

Video: http://nos.nl/video/133451-studenten-protesteren-tegen-bezuinigingen.html%3Cbr%20/%3E/

Es geht um demokratische Strukturen an Hochschulen, um Zugang aller zu Bildung, um Qualität der Lehre – wir sind solidarisch!

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Bayerische Staatsregierung kürzt Studentenwerks-Etat um 23%

Die bayerische Staatsregierung plant den Etat des Studentenwerks um 23% zu kürzen, die Mensa-Zuschüsse gar um 35%.

Das ist das Geld mit dem das Studentenwerk Essen in der Mensa oder Cafeteria bezuschusst, mit dem neue Wohnheime gebaut oder das Beratungsangebot des Studentenwerks finanziert werden.

Unterschreibt die Petition an den bayerischen Landtag, um dies zu verhindern und leitet diese Nachricht über eure Verteiler weiter – zeigt, dass keine Studierenden, deutschlandweit, dies unterstützen werden!

Unter diesem Link findet ihr auch weitere Infos sowie den Offenen Brief der Studentenwerke.

http://petition.studiereninbayern.de/

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Frankfurt: PM zur Demo

PM: Große und kraftvolle Demo /  Polizeieinsatz sorgt für Empörung

An der heutigen Demo „Die Uni gehört allen“ beteiligten sich ca. 4000 Personen. Die Veranstalter betrachten dies als „großen Erfolg“, der jedoch durch einen „skandalösen und schikanösen Polizeieinsatz“ überschattet wurde.

Die Demonstration zog bei Schnee und Glätte von der Bockenheimer Warte über die Alte Oper; von dort über den Rossmarkt zum I.G.Farben-Campus, um an der Bockenheimer Warte zu enden. Die Demonstrant_innen riefen Parolen wie „Weg-weg-weg mit dem Präsidium „ und „Eliteuni hahaha – Bildung ist für alle da!“. Redner_innen waren u.a. Prof. Thomas Sablowski, Carmen Ludwig (GEW) und AStA-Vorsitzende Nadja Sergan. Magda Nussbaum, Pressesprecherin des Protest-Plenums, bewertet die große und breite Beteiligung als „großen Erfolg und weiteren Schritt für eine gemeinsame soziale Bewegung gegen Verwertungszwang, soziale Ungleichheit, kapitalistische Sachzwangpolitik und die autoritäre Formierung der Gesellschaft“. Die Demonstrant_innen hätten klargemacht, „dass sie ihr Leben selbstbestimmt führen wollen. Die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche zu fordern, bedeutet, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen, anstatt es sich von Konkurrenzmechanismen, Kontrolle und sozialer Ausgrenzung kaputt machen zu lassen.“ Auch die große bundesweite Solidarität mit den Betroffenen der Casino-Räumung sei „beeindruckend“ gewesen.

Überschattet wurde die Demo erneut von einem schikanösen Polizeieinsatz. „ Nachdem die Polizei im vorhinein irre Gefahrenszenarien entworfen hat, gab es heute mal wieder Frankfurter Verhältnisse in Höchstform“, so Magda Nussbaum weiter. Die Polizei habe sich nach ihren Warnungen vor brennenden  Autos heute „im schlechtesten Sinne blamiert“. Markus Niemeier, Pressesprecher des Protest-Plenums, sprach von „empörten Passanten und m

assiver Einschüchterung und Provokation durch die Polizei. Erst fantasiert man einen halben Bürgerkrieg herbei, um dann die ganze Demo lang zu provozieren und wegen eines fliegenden Böllers Dutzende Leute mit Pfefferspray zu attackieren. Vielleicht lässt Achim Thiel bald auch Leute verprügeln, die bei rot über die Ampel gehen.“ Selbst die zeitweise „zurecht aufgeheizte Stimmung“ legitimiere keine Polizeigewalt. „Dass es nicht zu den beschworenen Auseinandersetzungen gekommen ist, ist einzig der Vernunft der Demonstrant_innen zu verdanken.“

Die Polizei setzte heute mehrfach Pfefferspray und Schlagstock ein, begleitete die Demo ab der Alten Oper in einem Spalier mit Körperkontakt, kontrollierte mindestens einen anreisenden Bus aus Braunschweig über 40 min lang, filmte die komplette Demo und steht derzeit in der B-Ebene der Bockenheimer Warte, um flächendeckend Personen zu kontrollieren und Personalien festzustellen.

„Die gesamte Außenwirkung der Demo war von der Polizei bestimmt. In Frankfurt ist es scheinbar nicht mehr möglich, eine politische Demonstration durchzuführen – außer als wandelnder Gefangenentransport“, so Niemeier. Die Veranstalter erwägen juristische Schritte und werden in den nächsten Tagen beraten.

Trotzdem herrscht Optimismus unter den Demonstrant_innen. „Ein gelungener Auftakt für Bildungs- und Sozialproteste 2010 – dass diese von Repression betroffen sind, wussten wir ja ohnehin schon vorher“, so Niemeier abschließend.

Im Anhang finden Sie die Pressemappe zur Demo, in der auch der Redebeitrag des Protest-Plenums und von Thomas Sablowski zu finden sind. Wir sind weiterhin unter 01522 59 73945 zu erreichen. Eine ausführliche Bilanz erreicht Sie in den nächsten Tagen.

Protestplenum Presse AK

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Mediathek:
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/20/0,3672,8022100,00.html
http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=36082&key=standard_document_38636989
http://fr-online.de/frankfurt_und_hessen/campus/2247989_Demo-in-Frankfurt-Saebelrasseln-vorm-grossen-Tag.html
http://fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/2251436_Frankfurter-Goethe-Universitaet-Studentendemo-verlaeuft-friedlich.html
http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=11307236.html
http://de.indymedia.org/2010/01/272099.shtml
http://de.indymedia.org/2010/01/272061.shtml
http://www.main-spitze.de/nachrichten/vermischtes/8322006.htm

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Freie Fakultät Saarbrücken gegründet!

Seit nun mehr 66 Tagen ist der Musiksaal an der Universität des Saarlandes besetzt. Damit sind wir die am längsten, durchgängig besetzte, Hochschule in Deutschland.
Vieles hat sich in der Zwischenzeit getan, vieles steht noch an.
Seit dem 11.01.2010 hat die Freie Fakultät der Uni das Saarlandes ihre Tore geöffnet. Gedacht als Freiraum, um Themen zu behandeln, die im normalen Universitätsbetrieb keinen Platz finden. Wir bieten StudentenInnen, DozentenInnen, externen Organisationen (Amnesty International) sowie jedem Interessierten oder jeder Interessierten hier die Möglichkeit, zumindestens ansatzweise, dem Ideal der freien Bildung näherzukommen.
Aufgerufen ist Jeder/Jede der/die entweder einen Vortrag, Exkursion, Diskussion,…….. halten möchte, beziehungsweise an einer unserer Veranstaltungen teilnehmen möchte. Getreu dem Leitbild einer freien Bildung, sind diese Veranstaltungen vollkommen kostenfrei und für jede/jeden offen.
Seit der Gründung der Fakultät gab es bereits einige Interessante Vorträge, beispielsweise einen kurzen Überblick über den irischen Freiheitskampf oder eine Einführung in Linux anhand des Ubuntu-Betriebssystems.
Jeden Donnerstag wird auf http://www.freiebildungsaar.de.vu der aktuelle Vorlesungsplan für die darauffolgende Woche veröffentlicht.
Interessierte können sich auch über unsere Email-Adresse freiebildungsaar@gmx.de an uns wenden.

Die Uni gehört allen
Solidarisch für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben!

Kollektiv Befreiter Musiksaal an der Universität des Saarlandes

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“Solange ihr nicht aufräumt, dürft ihr bleiben!”

++ “Ernstzunehmende Konsequenzen” für die Besetzer_innen ++

Die Besetzer_innen des Hörsaals 1A der Freien Universität Berlin bekommen am Freitag, den 22.01.10, die am Vortag angekündigten “ernstzunehmenden Konsequenzen” zu spüren. Nachdem das Foyer nicht, wie vom Präsidium gefordert, “zurückgebaut” worden ist, greift das Präsidium hart durch. Herr Huhn vom Rechtsamt sprach im Namen der Unileitung einen Hausarrest für eine Woche aus. Wesentlich drastischer ist aber, dass Kanzler Lange am nächsten Tag, den 23.01.10, um neun Uhr nicht zu einem Gespräch erscheint, in dem die Zukunft der Besetzung besprochen werden sollte und die Studierenden stattdessen ausschlafen müssen.  Es hat sich gezeigt, dass Student_innen sich nicht produktiv mit dem Bildungsstreik beschäftigen können, wenn sie so spät aufstehen. Das Vorgehen des Präsidiums ist somit zutiefst repressiv und wird von den Aktivist_innen aufs Schärfste verurteilt.

AG Öffentlichkeitsarbeit des besetzten Hörsaals 1A der FU Berlin

Weitere Infos zum Bildungsstreik unter

www.bildungsstreik-berlin.de

www.unsereunis.de

www.bildungsstreik2009.de

Kontakt:

E-Mail: fuberlinbrennt@gmail.com

Homepage: bildungstreik-berlin.de / unsereunis.de

Twitter: fubrennt

Facebook: Fu BrenntPresse

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Frankfurt: Präsi goes crazy!

Wie der AStA der Uni Frankfurt nun in einer Pressemitteilung veröffentlichte, kürzte das Präsidium bereits kurz vor Weihnachten den studentischen Beitrag für den AStA um 50%. Dieser massive Eingriff in die studentische Selbstverwaltung beweist, wie die letzten demokratischen Strukturen an der Universität untergraben werden und welchen Kurs das Präsidium gegenüber seinen Studierenden eingeschlagen hat. Frankfurt ist stinksauer!

Hier die Pressemitteilung des AStA:

Uni-Präsidium greift massiv in die studentische Selbstverwaltung ein

Die Hochschulleitung der Goethe-Universität Frankfurt hat den studentischen Beitrag für den AStA um die Hälfte von 8 Euro auf 4 Euro gekürzt. Politische Konflikte werden aus Sicht des AStA mit unfairen Mitteln ausgetragen. Damit wird vom Präsidium stark in die studentische Selbstverwaltung eingegriffen und wichtige Arbeit unmöglich gemacht.
Der Beitrag für den AStA wird bisher in jedem Semester neu vom Studierendenparlament beschlossen. Den Beschluss zum Sommersemester 2010 über 8 Euro, welcher schon seit mehreren Semestern üblich ist, wurde nun aber von Seiten der Rechstabteilung der Hochschule nicht genehmigt. Die Reduzierung um die Hälfte wurde damit begründet, dass der AStA zu hohe Rücklagen gebildet habe. Dabei handelt es sich größtenteils um zweckgebundene Rücklagen.
Diese wurden u. a. für das RMV-Semesterticket gebildet. Es ist keine Seltenheit, dass ASten zu Nachzahlungen an Verkehrsgesellschaften aufgefordert werden, beispielsweise durch falsche Angaben von Studierendenzahlen durch die Hochschulen. „Wir wollen die Studierenden und damit auch den AStA in dieser Sache abgesichert wissen“, erklärt AStA-Vorsitzende Nadia Sergan.
Ein Großteil macht allerdings die zweckgebundene Rücklage „ Neues Studierendenhaus“ aus. Für dieses gibt es weiter keine schriftliche Zusage. AStA-Vorsitzender Jonas Erkel dazu: „Der AStA hat vor, sich mit dieser hohen Summe an der Ausgestaltung des Neubaus zu beteiligen und über die Finanzierung des Kinos „pupille“ und möglicherweise einer Fahrradwerkstatt, das vorhandene Angebot von Studierenden für Studierende zu erhalten und sogar auszubauen.“

Um die Herabsetzung des Beitrags zu verhindern, leitete der AStA rechtliche Schritte ein. So wurde am 30.12.2009 ein Eilantrag beim Verwaltungsgericht Frankfurt eingereicht. Aus Sicht des AStA soll damit „Die Autonomie der Verfassten Studierendenschaft verteidigt werden“, kommentiert Sergan. Dieser Eilantrag wurde heute jedoch mit der Begründung, dem AStA würden keine erheblichen Nachteile entstehen, abgelehnt. Dass damit die Haushaltsführung des AStA vorläufig immens beschnitten wird, wird völlig außer Acht gelassen.
Auch die Präsidentin des Studierendenparlaments Christiane Wolkenhauer ist empört: „Diese Einmischung untergräbt die Legitimation des demokratisch gewählten Studierendenparlaments und seiner Beschlüsse. Der AStA ist eine öffentlich Einrichtung und kein Wirtschaftsunternehmen, dass mal eben seine Bilanzen ausgleicht.“

Die Festsetzung des Beitrages auf 4 Euro stellt einen ernsten Angriff auf die Verfasste Studierendenschaft dar. „Nicht nur der AStA selbst, auch die Fachschaften bekommen nun massive Probleme; Viele studentische Initiativen wie etwa das Café KoZ oder das „wellcome-Projekt“ sind in ihrer Arbeit gefährdet.“, erklärt Jonas Erkel, AStA-Vorsitzender abschließend.

Eine Erklärung der GEW LASS Hessen gibt es in diesem Bericht: http://www.pm-buendnis.de/de/aktuelles/nachricht/ansicht/angriff-auf-frankfurter-studierendenschaft-beitrag-halbiert/

Wir kämpfen weiter und sehen uns am 30.01. in Frankfurt!

Solidarische Grüße

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Wochenzusammenfassung 11. – 17.01.10

++ Vollversammlung ++ Münchner “Bildungsdemo” +

Am Mittwoch, den 13.01.2010, war die erste Vollversammlung im neuen Jahr im besetzten Hörsaal 1A der Freien Universität Berlin. Ungefähr 150 Studierende wollte sich über die Ereignisse über Weihnachten informieren, das weitere Vorgehen besprechen und sich generell informieren, welche Termine in nächster Zeit anstehen. Es herrschte eine rege Diskussionsatmosphäre und auch die Arbeitsgruppen wurden vorgestellt.

Zudem fand in München an demselben Tag die “Bildungsdemo” Demonstration statt. 300 Demonstrierende zogen lautstark durch die Münchner Innenstadt. Einige Protestierende besetzten die FDP-Zentrale und sendeten so ein deutliches Zeichen an die Politiker_innen, dass es nicht bei bloßen Lippenbekenntnissen bleiben kann. Die Besetzung wurde kurze Zeit später friedlich wieder beendet. Wir begrüßen diese Aktion und erklären uns solidarisch mit den Aktivist_innen.

Am Donnerstag, den 14.01.2010, besuchte der Kanzler das vierte Mal den besetzten Hörsaal. Mit seinem Besuch wollte er Gesprächsbereitschaft signalisieren und hörte sich einige Defizite an, die von anwesenden Studierenden hervorgebracht wurden. Die Besetzer_innen mussten einen wesentlich aggressiveren Ton von Seiten des Präsidiums feststellen. Der Kanzler wird erst das nächste mal am Samstag, den 23.01.10 um 09:00 Uhr, wieder vor Ort erscheinen und sprach bis dahin eine weitere Tolerierung aus.

In dieser Woche finden mehrere Workshops, eine Lesung und Konzerte statt. Am Dienstag wird es Workshops zu Klimaschutz und “Floating City” und eine Tucholsky-Lesung. Am Mittwoch gibt es wieder Workshops, diesmal zu Kopenhagen und zu individuellen Beteiligungsmöglichkeiten für verschieden Persönlichkeitstypen in Protesten. Die letzten Workshops für diese Woche handeln am Donnerstag dann zur Konsumgesellschaft und “No Borders”. Der kulturelle Höhepunkt wird das Konzert bekannten Reggaekünstler Mellow Mark ebenfalls am Donnerstag sein, der auf Solibasis auftreten wird.

AG Öffentlichkeitsarbeit des besetzten Hörsaals 1A der FU Berlin

Weitere Infos zum Bildungsstreik unter

www.bildungsstreik-berlin.de

www.unsereunis.de

www.bildungsstreik2009.de

Kontakt:

E-Mail: fuberlinbrennt@gmail.com

Homepage: bildungstreik-berlin.de / unsereunis.de

Twitter: fubrennt

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Das Elend der Hochschulleitung im Umgang mit studentischem Protest

Folgende Erklärung wurde der Präsidentin am Freitag morgen beim Anblick der leeren Foyer-Räume in die schweißnassen Händ gedrückt, an die Tür des Präsidiumsgebäudes geheftet und tausendfach in den öffentlichen Campus-Räumen geflyert- dem Präsidium soll sichtbar der Mund offen gestanden haben.

Das Besetzer_innenplenum hatte von etwa sieben Uhr abends bis sechs Uhr morgens im besetzten Foyer debattiert.  Die Präsidentin hatte sich darauf vorbereitet, uns in aller Frühe um 8.45 Uhr unangekündigt im Foyer zur Raumfrage zur Rede zu stellen und mit polizeilicher Räumung zu drohen. Dumm nur, wenn man seine eigenen Kommuniktionskanäle nicht dicht halten kann.
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Das Elend der Hochschulleitung Potsdam, den 15.01.2010
Katalog des Versagens

Herr Gorholt! Frau Kunst!
Wir wünschen Ihnen einen abwechslungsreichen Morgen!

Gebetsmühlenartig betonter Dialogbereitschaft des Präsidiums der Universität Potsdam zum Trotz musste im konkreten Umgang mit den Verantwortlichen der Uni vor allem Ignoranz und der Wille zum Aussitzen und Ausweichen gegenüber den Bedürfnissen der Studierenden festgestellt werden. Um nur einige Beispiele zu nennen, die eine andere Einschätzung leider ausschließen:

  1. Das für heute von Ihnen, Herr Staatssekretär Gorholt, angesetzte Gespräch wurde den Besetzer_innen von Seiten der Hochschulleitung nicht angekündigt. Ganz offensichtlich liegt dem die Absicht zugrunde, die Studierenden unvorbereitet oder in möglichst geringer Zahl, in das Gespräch treten zu lassen.
  2. Das im Dezember kommunizierte (mit einem 24-Stunden-Ultimatum verknüpfte) Angebot an die Besetzer_innen, das Audimax-Foyer als Arbeitsraum zur Verfügung gestellt zu bekommen, entpuppte sich als Farce. Die Besetzenden setzten als Zeichen des Entgegenkommens eine Verlegung der Besetzung in die Foyerräume um. Es ist schwer zu erschließen, warum seitens der Uni-Leitung plötzlich Anfang Januar kategorisch behauptet wurde, eine Nutzung der Foyer-Räume sei unmöglich.
  3. Während einer beidseitigen Gesprächsrunde zur Frage der Räume und ihrer Nutzung (Mo, 11.01.’10), sicherten Sie, Frau Präsidentin Kunst zu, den Verhandlungspartner_innen einen Belegplan des Foyers zukommen zu lassen. Das bei uns eingegangene Dokument finden Sie anbei – ein Vergleich mit dem Belegplan, der allen Hochschulangehörigen im Intranet zugänglich und wesentlich ausführlicher ist, macht deutlich, dass dem Präsidium an einem ernsthaften Austausch in keiner Weise gelegen ist.
  4. Der als kontinuierliche Austauschbasis von Uni-Leitung und Studierendenschaft (nicht Besetzenden), geplante sog. „Runde Tisch“ wurde von der Hochschulleitung beständig verzögert und zur Verhandlung der Besetzungsforderungen umzudeuten versucht. Zeitweise forderte sie sogar eine Beteiligung des AStA an den Kosten einer von auch von ihr gewünschten Moderation (Medieninformation der UP vom 17.12.’09). Eine Politik des Aussitzens betrachten wir als Sabotage des gemeinsamen Dialogs.

Die Aufzählung, der auf mehreren Ebenen Gespräche blockierenden Handlungsweisen des Präsidiums, ließe sich fortsetzen. Die ausführlichere Pressemitteilung wird im Laufe des Tages folgen.

Das Plenum der Besetzer_innen fordert die Leitung der Universität Potsdam auf, uns bis Montag, den 18.01.’10 um 9:00 Uhr als Zeichen endlich ernsthafter Dialogbereitschaft, die Schlüssel zum Audimax-Foyer zu übergeben und eine dauerhafte, durchgehende Nutzung durch die bildungspolitisch aktiven Studierenden zuzusichern.

Sollte unserer Forderung nicht entsprochen werden, setzten wir unsere Aktivitäten außerhalb dieser Räumlichkeiten verstärkt fort und werden konsequent und direkt für unsere, seit langem ignorierten Interessen streiten.

Mit kämpferischen Grüßen

Die Besetzer_innen des Audimax-Foyers                    Potsdam, den 15.01.2010

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Besetzung geht in campusweiten wilden Protest über

Seit Anbeginn der Besetzung des Auditorium Maximum an der Universität Potsdam am 4. November 2009 versucht die Hochschulleitung die Aktionsform durch fortlaufende Verwicklung der Protestierenden in Raumnutzungsdiskussionen zu entpolitisieren. Diese Spielchen spielen wir nun nicht mehr länger mit, lehnen das Raumangebot der Uni (Raum 0.75 und Räume in Haus 22,  nicht 24/7, sondern zeitlich in den Belegungsplan eingetaktet!) ab und weiten den Protest campusweit und nunmehr standortunabhängig aus.

In den besetzten Räumen der Universität, im Audimax oder im Audimax-Foyer, hat sich die Verhandlungsbereitschaft der Hochschulleitung erschöpft. Für die hoch_schulenübergreifende Protestbewegung in Deutschland, Österreich der Schweiz und der ganzen Welt fassen wir das Ende der Besetzung in Potsdam als Fortschritt und Weiterentwicklung auf.

Wir sind stocksauer und voller politischer Energie!

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P R E S S E E R K L Ä R U N G

der Besetzer_innen des Audimax-Foyers der Universität Potsdam

15.Januar 2010

Studierende gehen noch einmal auf Leitung der Universität Potsdam zu

- 9 Wochen „Dialogbereitschaft“ ohne Konsequenz -

Studierende der Universität Potsdam zeigen sich enttäuscht über die destruktive Verhandlungsweise der Leitung der Universität gegenüber den Besetzer_innen.

Heute Morgen gaben die Besetzer_innen der Hochschulleitung noch einmal die Möglichkeit, bis Montagmorgen das Angebot zur uneingeschränkten und frei zugänglichen Nutzung der Foyerräume unter dem Audimax umzusetzen. Bisher wurde seitens des Präsidiums oft signalisiert, dass die Problemanalyse der Studierenden in die Qualitätsentwicklung der Lehre an der Universität einbezogen werden soll.

„Außer der Signalisierung von “Bereitschaft“ zu Gesprächen ist hier an der Uni nicht viel passiert. Auf die Forderungen wurde kein bisschen eingegangen und nicht einmal einen ordentlichen Raum zur inhaltlichen Vorbereitung wollte die Unileitung uns stellen, “ kommentiert Christian Budach enttäuscht. „Denn die jetzt genannten Räumlichkeiten sind auf gar keinen Fall in irgendeiner Weise nutzbar oder tragbar für uns, da sie entweder zu klein sind und sich kaum 20 Menschen hineinzwängen lassen oder sie haben eine katastrophale Energiebilanz,.“ so Christian Budach weiter.

Raumangebote gab es in der Vergangenheit schon vermehrt. So sicherte die Unileitung den Besetzer_innen noch vor Weihnachten das Foyer zu, welches dabei zur uneingeschränkten und dauerhaften Verfügung stehen sollte. Dieses Angebot scheint nun nicht mehr zu gelten, obwohl eine grundlegende Veränderung der Situation jetzt im neuen Jahr nicht zu erkennen ist.

„Erst machen sie ein Angebot und dann entpuppt sich dies als Mogelpackung. Was sollen wir davon halten? Die Uni hat ihr Angebot offensichtlich zu keiner Zeit ernst gemeint und wir wären wohl ohnehin nach Weihnachten aus dem Foyer geflogen. Dialog basiert auf gegenseitigem Vertrauen, und genau das hat die Unileitung aufs Spiel gesetzt!“ stellt Lea Hartmetz

Nun bleibt abzuwarten, ob das Präsidium an einer nachhaltigen Verbesserung der Situation interessiert ist.

„Ich erwarte, dass das Präsidium wieder zu uns auf den Weg des respektvollen und fairen Umgangs zurückkehrt. Wir werden uns auf jeden Fall  weiterhin mit vollem Engagement für die Verbesserung der Studienbedingungen einsetzen und auch neue und breitere Formen des Protests suchen, “ erklärt Karl Maximilian Grasnick, Studierender der Universität Potsdam, abschließend.

Bei Rückfragen melden Sie sich unter folgender Nummer 0160 – 950 81 444 (Pressehandy)

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